Rapsöl gehört für viele ganz selbstverständlich in die Küche. Aber weißt du eigentlich, wo der Raps für dein Öl gewachsen ist und wie daraus Öl wurde?

Bei unserem kannst du genau das erfahren.

Die Rapssaat stammt vom Hombach Hof der Familie Kattau in Nordwohlde bei Bassum, rund 30 Kilometer von Bremen entfernt.

Von dort begleiten wir ihren Weg vom kleinen Rapssamen bis zum fertigen Öl.

Vom Feld über die Presse bis auf deinen Esstisch.

Hier wächst unser Raps: der Hombach Hof

Der Hombach Hof ist ein traditioneller Familienbetrieb und wird mittlerweile in der 5. Generation geführt.

Zum Betrieb gehören unter anderem Ackerbau mit vielfältiger Fruchtfolge, Heuwiesenwirtschaft und Tierhaltung. Von der Aussaat bis zur Ernte übernimmt die Familie viele landwirtschaftliche Arbeiten selbst.

Gleichzeitig öffnet sich der Hof bewusst nach außen. Eigene und regionale Lebensmittel werden direkt vermarktet, Kitas und Schulklassen können Landwirtschaft vor Ort erleben und verschiedene Naturprojekte bringen Menschen wieder näher an Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.

Dazu gehört auch das Blühwerk-Gartenprojekt, bei dem Menschen eigene Gemüseparzellen bewirtschaften und unmittelbar erleben können, was es bedeutet, Lebensmittel anzubauen.

Das passt zu unserer Vorstellung von Lebensmittelproduktion: Wir möchten nicht nur wissen, wo ein Rohstoff herkommt, sondern auch die Menschen und die Landwirtschaft dahinter kennenlernen.

Und genau hier beginnt die Geschichte unseres Rapsöls.

Bei Familie Kattau auf dem Hombach Hof.

Vom Samen zum Öl

Bevor die Rapssaat gepresst werden kann, wird sie sorgfältig gereinigt. Siebe und Luftstrom trennen Staub, Pflanzenreste und andere Fremdbestandteile von der Saat.

Anschließend gelangt der gereinigte Raps in eine Schneckenpresse.

Im Inneren transportiert eine rotierende Schnecke die Saat durch den Pressraum. Dabei wird sie zunehmend verdichtet. Durch den mechanischen Druck tritt das Öl aus der Saat aus und wird von den festen Bestandteilen getrennt.

So entstehen zwei Produkte:

frisch gepresstes Rapsöl und Presskuchen.

Das frische Öl enthält zunächst noch feine Schwebstoffe. Deshalb wird es anschließend geklärt und gefiltert, bevor es abgefüllt wird.

Pressdruck, Durchsatz, Temperatur, Zustand der Saat und Filterung beeinflussen dabei das Ergebnis.

Und genau darin steckt das Handwerk.

Warum kaltgepresst?

Bei der Kaltpressung wird das Öl rein mechanisch aus der Saat gewonnen und anschließend nicht raffiniert.

Dadurch bleiben der charakteristische Geschmack, die natürliche Farbe und verschiedene natürliche Begleitstoffe des Rapsöls erhalten.

Rapsöl weist von Natur aus ein interessantes Fettsäuremuster auf. Typischerweise enthält es einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, darunter Alpha-Linolensäure (ALA), eine Omega-3-Fettsäure.

In kaltgepresstem Rapsöl können außerdem natürliche Begleitstoffe wie Vitamin E und Carotinoide enthalten sein.

Welche Werte unser eigenes Öl tatsächlich aufweist, lassen wir derzeit im Labor untersuchen.

Unsere erste Charge: September 2026

Unsere erste offizielle Charge wurde im September 2026 frisch gepresst.

Unsere eigene mobile und transparente Ölmanufaktur befindet sich noch im Aufbau. Eine komplette eigene Produktionslinie können wir uns in dieser frühen Phase unserer Gründung noch nicht leisten.

Deshalb haben wir die erste Charge in der Mühle eines befreundeten Unternehmens gepresst.

Dort kommen genau die Maschinen zum Einsatz, mit denen wir zukünftig auch in unserer eigenen mobilen Manufaktur arbeiten werden.

Besonders wichtig war uns, den Prozess nicht einfach abzugeben: Wir waren an der Produktion beteiligt und konnten Einstellungen, Pressverfahren und Abläufe mitentscheiden und mitgestalten.

So sammeln wir schon jetzt praktische Erfahrung mit der Technik, die später bei KlarpressWerk zum Einsatz kommen wird.

Nach der Pressung und Filterung haben wir unser Öl selbst abgefüllt.

Unsere eigene Produktionsstätte wächst also noch.

Unser Handwerk hat längst begonnen.

Unsere erste Charge ist gerade im Labor

Eine Probe unseres im September 2026 produzierten Rapsöls befindet sich aktuell im Labor.

Wir möchten nicht nur allgemeine Angaben über kaltgepresstes Rapsöl machen, sondern zeigen können, was tatsächlich in unserer eigenen Charge steckt.

Sobald die Ergebnisse vorliegen, veröffentlichen wir die Laboranalyse genau hier auf dieser Seite – für alle einsehbar.

Schau also gerne wieder vorbei und wirf selbst einen Blick auf die Ergebnisse.

Wie schmeckt unser Rapsöl?

Kaltgepresstes Rapsöl darf nach Raps schmecken.

Anders als raffiniertes Öl besitzt es einen charakteristischen Eigengeschmack. Genau deshalb soll unser Öl nicht einfach unbemerkt im Essen verschwinden.

Probier es zum Beispiel zu:

Oder ganz einfach: Gutes Brot. Rapsöl. Eine Prise Salz. Fertig.

Darf unser Rapsöl in die Pfanne?

Ja – aber bitte mit Gefühl.

Kaltgepresstes Rapsöl ist kein Frittieröl. Wir empfehlen es deshalb nicht zum Frittieren, scharfen Anbraten oder für Gerichte, bei denen das Öl über längere Zeit sehr stark erhitzt wird.

Für die warme Küche gilt:

Lieber mit mittlerer Hitze arbeiten.

Als praktische Orientierung empfehlen wir, beim schonenden Braten und Garen etwa im Bereich bis 160–170 °C zu bleiben und das Öl niemals so stark zu erhitzen, dass es zu rauchen beginnt.

Wenn das Öl raucht, ist die Temperatur zu hoch. Dann beginnen sich Bestandteile des Öls zu verändern und der Geschmack sowie die Qualität leiden.

Für Salate, Dressings und andere kalte Speisen kannst du es natürlich ganz ohne Hitze verwenden – und dabei kommt sein eigener Geschmack besonders schön zur Geltung.

Kurz gesagt: kalt genießen, schonend erwärmen – aber nicht frittieren.

 

Und der Presskuchen?

Nach der mechanischen Pressung bleibt der sogenannte Presskuchen zurück. Er besteht aus den festen Bestandteilen der Rapssaat und enthält weiterhin wertvolle Inhaltsstoffe.

Für uns ist er deshalb kein Abfall.

Wir beschäftigen uns damit, wie wir auch diesen Teil der Saat sinnvoll weiterverwenden können – denn zu einem wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln gehört für uns auch, möglichst viel von dem zu nutzen, was auf dem Feld gewachsen ist.

Wissen, was drinsteckt. Und wo es herkommt.

Vom Rapsfeld der Familie Kattau über die Reinigung und Kaltpressung bis zur Abfüllung möchten wir den Weg unseres Öls für dich sichtbar machen.

Denn am Ende soll in der Dose nicht einfach irgendein Rapsöl stecken.

Sondern ein Lebensmittel, dessen Herkunft und Herstellung du nachvollziehen kannst.

Regionaler Raps. Transparente Wege. Ehrliches Öl.

KlarpressWerk.